Das Parkinsonsche Gesetz – 3 Tipps für bessere Produktivität

In meinem Video habe ich über das Parkinsonsche Gesetz gesprochen – eines der wichtigsten Prinzipien, wenn es um Produktivität geht. Kennst du das? Du planst für eine Aufgabe den ganzen Tag ein und brauchst am Ende auch den ganzen Tag. Hättest du dir nur zwei Stunden gegeben, wäre sie wahrscheinlich genauso fertig geworden.

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Genau das beschreibt das Gesetz, das der Brite Cyril Northcote Parkinson 1955 formulierte: Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht. Nicht die Aufgabe bestimmt, wie lange du brauchst – sondern die Zeit, die du dir gibst.

Das ist eine schlechte und eine gute Nachricht zugleich. Die schlechte: Großzügige Fristen machen dich langsam. Die gute: Du kannst den Effekt bewusst umdrehen. Hier sind drei Tipps, mit denen ich das im Alltag mache.

1. Setze dir bewusst knappe Deadlines

Wenn du dir für eine Aufgabe eine ganze Woche Zeit gibst, brauchst du am Ende auch eine Woche. Gib dir stattdessen zwei Tage – und du schaffst es überraschend oft trotzdem. Knappe, aber realistische Fristen erzeugen einen gesunden Fokus und zwingen dich, Unwichtiges wegzulassen.

Wichtig: Die Deadline muss machbar bleiben. Es geht nicht um Druck um jeden Preis, sondern darum, der Aufgabe nicht mehr Raum zu geben, als sie braucht.

2. Arbeite in festen Zeitblöcken (Timeboxing)

Timeboxing heißt: Du reservierst für eine Aufgabe einen festen Slot im Kalender – zum Beispiel „90 Minuten Konzept schreiben" – und behandelst ihn wie einen echten Termin. Ist die Zeit um, ist die Aufgabe für jetzt erledigt.

Das zwingt dich, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren, statt eine Aufgabe endlos auszudehnen. Gerade bei Aufgaben ohne klares Ende (recherchieren, formulieren, abstimmen) ist das Gold wert.

3. Definiere, wann etwas „fertig" ist

Lege vorher fest, welches Ergebnis ausreicht. Ein klares „Definition of Done" ist eines der wirksamsten Werkzeuge gegen das Parkinsonsche Gesetz – denn ohne Ziellinie frisst Perfektionismus die komplette verfügbare Zeit auf.

Frag dich vor dem Start: Was genau muss am Ende vorliegen, damit die Aufgabe erledigt ist? Alles darüber hinaus ist oft Gold-Plating, das niemand braucht.

Das Parkinsonsche Gesetz im Projektalltag

Im Projektmanagement begegnet dir der Effekt überall – und du kannst ihn überall nutzen:

  • Meetings: Ein 60-Minuten-Meeting füllt sich auf 60 Minuten. Setz es auf 30 an, und ihr kommt erstaunlich oft trotzdem durch die Agenda.

  • Statusberichte: Gib dir einen festen 20-Minuten-Block statt „irgendwann diese Woche".

  • Aufgaben im Team: Vereinbart konkrete, knappe Termine statt vager „so schnell wie möglich".

Fazit

Plane Aufgaben nicht nach „wie viel Zeit habe ich", sondern nach „wie wenig Zeit reicht realistisch". Knappe Deadlines, feste Zeitblöcke und eine klare Definition of Done geben dir Fokus zurück – und am Ende mehr echte Zeit für die Dinge, die wirklich zählen.

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© 2026 Vincent Benedikt